Während der Langen Nacht der Wissenschaften öffnete das Humboldt Labor am 6. Juni 2026 seine Türen für einen Abend, der ganz im Zeichen des atmosphärischen Wassers stand. Unter dem Titel „Wasser aus der Luft: Nebel, Wolken und neue Ansätze zur Wasserernte“ luden Vorträge, Gespräche, eine Lesung und Workshops dazu ein, sich mit der Luft zu beschäftigen – denn die Atmosphäre enthält mehr als zehnmal so viel Wasser wie sämtliche Flüsse der Erde zusammen. Anna-Lisa Dieter, die Kuratorin der Ausstellung „On Water. WasserWissen in Berlin“, führte zu Beginn in das Thema des Abends ein und lenkte den Blick des Publikums auf jene Bereiche der Ausstellung, in denen Wolken, Nebel und neuen Formen der Wasserernte im Mittelpunkt stehen.
Selbst aktiv werden
Praktisch wurde es im offenen Drop-in-Format „Wasser ernten. Design für den städtischen Kreislauf“: Ausgangspunkt war die Installation „Cheimarros“ von Dimitra Almpani-Lekka in der Ausstellung „On Water“. Die Designerin untersucht hier, wie keramische Formen dazu beitragen können Regenwasser in urbanen Umgebungen zu leiten und zu sammeln. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Rolle atmosphärisches Wasser im globalen Wasserkreislauf spielt – und welche gestalterischen Ansätze heute entwickelt werden, um es nutzbar zu machen. Unter Anleitung von Almpani-Lekka konnten Besucher*innen selbst mit Ton experimentieren, eigene Formen der Wasserernte erproben und ein kleines Objekt gestalten, das sie im Anschluss mit nach Hause nehmen konnten.
