Lena Fließbachs Faszination gilt besonders den Ausstellungsobjekten, die einen gesellschaftlichen Wandel sichtbar machen. So bleibt die Kuratorin für Outreach des Humboldt Labors beim Streifzug durch „On Water. WasserWissen in Berlin“ immer wieder an zwei Objekten hängen: den Protestplakaten und dem Gesetzesentwurf „Rechte für die Spree“.
Flüsse sind nicht nur Infrastrukturen und nutzbare Ressourcen. Sie sind lebendige Akteure mit eigenen Bedürfnissen. Doch was passiert, wenn wir diese Bedürfnisse ernst nehmen?
Die Plakate der Berliner WasserZeichen-Demo stehen symbolisch für die aktivistischen Bemühungen, einen neuen Umgang mit lokalen Gewässern anzustoßen. Der eigens für die Ausstellung erstellte Gesetzestext der Vereine Green Legal Impact e.V. und Rechte der Natur e.V. ist der Versuch, ihm eine juristische Form zu geben. Gemeinsam erzählen sie von einer Geschichte des Umdenkens: davon, Flüsse als lebenswichtige Ökosysteme, als Lebewesen und als Lebensadern unseres Planeten anzuerkennen. Darin verdichtet sich für Lena Fließbach eine klare Forderung: „Sie sollen das Recht haben, frei zu fließen, sauber zu sein und in Gemeinschaft mit allen anderen Lebewesen zu existieren.“
