Im Oktober 2024 fand in Kooperation mit der Kustodie der Humboldt-Universität zu Berlin die Pop-Up-Ausstellung „Erziehung, Auftragskunst, ästhetischer Wille? Der DDR-Kunstbestand an der Humboldt-Universität“ im Seminarraum des Humboldt Labors statt. Damit wurde nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Humboldt Labor und Kustodie gestärkt, sondern auch ein Raum für die Präsentation eines studentischen Forschungsprojekts und mithin eines selten gezeigten Teils der Universitätssammlung ermöglicht.
Die Humboldt-Universität zu Berlin besitzt eine reiche Sammlung wertvoller Kunstschätze, deren Entstehung vom 19. bis ins 21. Jahrhundert reicht. Auch aus der Zeit der DDR, auf deren Boden die HU von 1949 bis 1990 stand, finden sich viele Objekte in der Sammlung. Werke bekannter Künstler:innen, von denen einige an der HU lehrten, sind ebenso darunter wie solche unbekannter Laien; eine vielfältige Objektgruppe, entstanden als Auftragsarbeiten, Ankäufe oder Schenkungen. In Motiven und Sammlungsgeschichten spiegeln sich die Nähe von Wissenschaft und Politik in der DDR sowie deren ideologische Weltanschauung. Gleichzeitig zeugen die Werke in Technik wie Ästhetik vom reichen Kunstbetrieb der DDR. Spannend machen den Bestand auch die enge Verknüpfung zwischen Kunst und Kunsterziehung sowie das an der Universität intensiv gepflegte Laienschaffen.
